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《明鏡》(Der Spiegel)更新至2006年第52期

资源分类:
杂志/政治经济
发布者:
碎片
发布时间:
2006-05-02 09:51
最新更新时间:
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中文名称:明鏡
英文名称:Der Spiegel
别名:Der Spiegel
版本:更新至2006年第52期
发行时间:2006年
地区:德国
语言:德语
简介
derspiegel.jpg

Der Spiegel ist eine der bekanntesten Wochenzeitschriften Deutschlands. Er bezeichnet sich selbst als „Deutschlands bedeutendstes und Europas auflagenstärkstes Nachrichtenmagazin“. Im Durchschnitt werden pro Woche annähernd 1,1 Millionen Exemplare verkauft.

Geschichte des Magazins

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg wurde von Lion Feuchtwanger in München eine Zeitschrift unter dem Namen Der Spiegel herausgegeben, die im November 1908 mit Siegfried Jacobsohns Schaubühne fusionierte.

Die erste Ausgabe des Nachkriegs-Spiegel erschien am 4. Januar 1947, einem Samstag, in Hannover als Nachfolger der Zeitschrift Diese Woche. Diese Woche folgte dem Muster US-amerikanischer und britischer "News Magazines". Einige junge deutsche Redakteure, angeführt von Rudolf Augstein, versuchten die Forderungen nach kritischem und seriösem Journalismus zu erfüllen und ersparten auch den Alliierten keine Kritik. Die Regierung in London und die drei anderen Besatzungsmächte protestierten gegen diese Form der Aufklärung und entledigten sich des Magazins, indem sie Diese Woche an die Deutschen abgaben.

Rudolf Augstein erhielt die Verlegerlizenz und benannte das Magazin in Der Spiegel um. Ab der ersten Ausgabe im Januar 1947 war er Herausgeber und Chefredakteur. Die Zeitschrift erschien im hannoverschen Anzeigerhochhaus. Tätig als Herausgeber blieb er bis zu seinem Tode am 7. November 2002, doch firmiert er noch immer als offizieller Herausgeber. Derzeitiger Chefredakteur ist Stefan Aust. Austs Vertrag wurde 2004 zwar um weitere fünf Jahre verlängert, doch konnte die Erbengemeinschaft erreichen, dass ihm schon nach drei Jahren gekündigt werden kann.

Der Spiegel-Verlag

Der heutige SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG hat seit 1952 seinen Sitz in Hamburg in der Brandstwiete und produziert neben dem Hauptblatt dort auch das Manager-Magazin. Augstein verfügte in seinem Testament Ende 2002, dass seine Erben keine Sperrminorität von 25 % haben dürfen und kürzte daher ihren Einfluss um ein entscheidendes Prozent. 50,5 % der Anteile an der Verlags-Holding "Rudolf Augstein GmbH" sind nun im Besitz der Kommanditgesellschaft der Mitarbeiter. Über die restlichen 25,5 % der Holding verfügt der Hamburger Medienkonzern Gruner und Jahr, eine Tochter der Bertelsmann AG. Die Besitzverhältnisse der Spiegel-Gruppe werden einen Organigramm vom Januar 2005 dargestellt.

Entwicklung

Das Magazin war von Anfang an umstritten. Bereits in der Gründungsphase kam es zu Konflikten mit der britischen Lizenzierungsstelle.

Der Spiegel besaß schon in der Früh- und Konstituierungsphase einen relativ großen Einfluss. Nach der Spiegel-Affäre weitete sich der Einfluss aus; durch die massiv gestiegene Auflage nahm die wirtschaftliche Macht zu, wodurch auch die publizistische Macht und der politische Einfluss stieg. Die Spiegel-Affäre 1962 führte dazu, dass weite Kreise, im besonderen Angehörige der jungen Generation und der kritischen Intelligenz, sich für das Wochenmagazin und damit für die Presse- und Meinungsfreiheit engagierten (Peter Glaser).

In der Ära Christian Schultz-Gersteins hatte der Kulturteil des Magazins seinen Höhepunkt.

Nach dem Erscheinen des Konkurrenzmagazins Focus kam es zu deutlich wahrnehmbaren Veränderungen. Focus wurde bewusst als Gegenpol und Alternative zum Spiegel konzipiert; nachweisbar ist dies insbesondere an der politischen Linie und dem vergleichsweise schonenden Umgang mit den Anzeigenkunden. Uli Baur, neben Helmut Markwort Chefredakteur von Focus, fasste die redaktionelle Linie von Focus unter Bezugnahme auf das bekannte Augstein-Wort (...im Zweifelsfalle links) deutlich zusammen: „Wenn Der Spiegel im Zweifel links ist, sind wir im Zweifel rechts“.

Seit Mitte der 90er Jahre, unter dem Chefredakteur Stefan Aust und möglicherweise auch unter dem Eindruck der Konkurrenz, wird von Beobachtern eine Hinwendung des Spiegels zu neoliberalen Standpunkten verzeichnet. Gleichzeitig wird dem Blatt teilweise vorgehalten, boulevardesker geworden zu sein und an analytischer Tiefe verloren zu haben, wobei die Artikel weiterhin in Länge und Neuigkeitswert nicht wesentlich verändert worden sind. Im Bundestagswahlkampf 2005 fiel das Blatt, das sich unter Augstein einst als "im Zweifelsfall" links definierte, durch verstärkte Wahlhilfe für das bürgerliche Lager um Angela Merkel auf. Auf die Frage mit welcher Partei Leser des Speigels sympathisieren, antworteten 36% Union, 28% SPD, 7% FDP, 18% Grüne und 5% PDS (Quelle: DIE ZEIT Nr. 5/2006).

Der journalistische Einfluss des Magazins hat sich verringert. Laut einer Umfrage unter 1.536 deutschen Journalisten im Frühjahr 2005, betrachten 33,8 % der Befragten den Spiegel weiterhin als ihr Leitmedium, während für die Süddeutsche Zeitung 34,6 % votierten. 1993 hatten noch zwei Drittel der befragten Journalisten für den Spiegel als Leitmedium gestimmt.

Chronologie

Im November 1946 erhält Der Spiegel-Vorläufer Diese Woche unter Chefredakteur Rudolf Augstein eine britische Herausgeberlizenz und verkauft sich sehr gut mit einer Auflage von 1.500. Am 4. Januar 1947 erscheint die erste Ausgabe des Spiegels in Hannover. Erneut findet das Magazin einen reißender Absatz mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren. Der Verkauf wird allein durch die britischen Papierzuteilungen begrenzt. 1949 werden die Ansprüche des Spiegels im Spiegel-Statut festgelegt. "Alle im Spiegel verarbeiteten und verzeichneten Nachrichten, Informationen, Tatsachen müssen unbedingt zutreffen. Jede Nachricht und jede Tatsache ist ... peinlichst genau nachzuprüfen."

1950 deckt der Spiegel die Bestechung bei Bundestagsabgeordneten auf. So soll für Bonn statt Frankfurt am Main als Bundeshauptstadt abgestimmt worden sein. Augstein wird als Zeuge vernommen, beruft sich jedoch auf die journalistische Schweigepflicht über die vertraulichen Quellen der Information. Das Ereignis wird als Spiegel-Ausschuss gekannt. 1952 kommt die Schmeißer-Affäre. Hans Konrad Schmeißer, ehemaliger Agent im französischen Geheimdienst, hatte behauptet, Bundeskanzler Adenauer, Ministerialdirektor Blankenhorn und Generalkonsul Reifferscheid seien für den französischen Geheimdienst tätig gewesen und hätten einen französischen Agenten mit geheimen Nachrichten versorgt (Spiegel, Nr. 28/1952). 1958 beginnt im Spiegel die Debatte um die Notstandsgesetze, aus der später (1960, 1963, 1965) verschiedene Gesetzentwürfe des Innenministers Gerhard Schröder (CDU) werden.

1961 liegt die Auflage des Spiegels bei 437.000 verkauften Exemplaren.

Die Spiegel-Affäre: Am 10. Oktober 1962 erscheint im Spiegel ein Artikel mit dem Titel Bedingt abwehrbereit, in dem der verantwortliche Redakteur Conrad Ahlers behauptet, die NATO und die Bundesrepublik könnten einem sowjetischen Angriff nicht standhalten. Am 26. Oktober 1962 werden das Spiegel-Verlagsgebäude in Hamburg und die Redaktion in Bonn durchsucht. Es werden Haftbefehle mit dem Vorwurf auf Verdacht des Landesverrats, der landesverräterischen Fälschung und der Aktivbestechung ausgestellt. Nach 103 Tagen wurde Rudolf Augstein aus der Haft entlassen. 1963 sagt Franz-Josef Strauß folgendes: Sie sind die Gestapo im Deutschland unserer Tage [...] Ich war gezwungen, gegen sie zu handeln. Am 13. Mai 1965 erklärt der Bundesgerichtshof auf Grund von Beweismangel das Verfahren für beendet.

1966 übt Karl Jaspers in seinem Buch Wohin treibt die Bundesrepublik scharfe Kritik an den Notstandsgesetzen, die der Bevölkerung im Falle eines äußeren Notstandes keine Wahl ließen, sich Gewalt und Macht zu verweigern. Ein innerer Notstand könne überhaupt nicht eintreten, weil dies dem Gedanken eines demokratischen Staats zuwiderlaufe: Das Notstandsgesetz raubt dem Volk die ihm verbliebenen legitimen, dann aber nicht mehr legalen Mittel des Widerstands. Am 5. August 1966 scheitert Verfassungsbeschwerde des Spiegel vor dem Bundesverfassungsgericht. 1968 werden die Notstandsgesetze werden Teil des Grundgesetzes. 1969 beträgt die Auflage 953.000 verkaufte Exemplare.

Der Spiegel beschäftigt Anfang der 70er Jahre knapp 900 Beschäftigte, davon rund 400 in der Redaktion, 100 in der Dokumentation sowie knapp 400 in den kaufmännischen und technischen Abteilungen. 1970 wird das manager magazin gegründet, das von einer Tochtergesellschaft der Spiegel-Gruppe herausgegeben wird. 1971 und 72 wird ein Mitbestimmungsmodell und mehr Demokratie innerhalb der Redaktion beschlossen; außerdem eine Gewinnbeteiligung. Einnahmen aus Anzeigen sinken. 1971 beträgt die Anzahl der Leser ca. 6 Millionen - dies entspricht rund 12 Prozent aller in der BRD und Berlin-West lebenden Menschen über 14 Jahre. Der Anteil der Auslandsauflage an der Gesamtauflage beträgt 10-15 Prozent - Der Spiegel ist eine Publikation mit intensiver Rezeption im Ausland. Die Auflage beträgt 923.000 verkaufte Exemplare.

1974 nennt Willy Brandt den Spiegel "ein Scheißblatt". 1975 werden Spiegel Korrespondenten aus der DDR ausgewiesen, weil sie deren Rechtsvorschriften Böswillig verletzten. 1978 werden die Büros in der DDR nach einer kritischen Berichterstattung über Zwangsadoptionen geschlossen. Dies wurde als Einmischung in die inneren Angelegenheiten der DDR ausgelegt.

1982 gab es die Flick- und Neue Heimat-Affäre und 1987 Barschel-Affäre. Theo Sommer dazu in der ZEIT: "Die Republik schuldet dem Spiegel Dank für diese Aufdeckung". 1988 kommt die Coop-Affäre hinzu und 1989 äußert sich Erich Honecker über den Spiegel: "Ja, Der Spiegel ist ein gutes Blatt, les' ich jeden Montag".

1990 überschreitet der Spiegel mit 1.050.000 verkauften Exemplaren erstmals die Millionengrenze. 1992 sagt Antje Vollmer: "Am Ende der Ära Augstein hat Der Spiegel an Bedeutung verloren und an Macht gewonnen".

Am 18. Januar 1993 erscheint die erste Ausgabe des Focus. "Konkurrenz-, nicht Gegenmedium zum Spiegel" so Helmut Markwort. Der Spiegel leidet unter einem Auflagenminus von über 10% und einem Rückgang der verkauften Anzeigenseiten um über 12%. 1995 war die Anzahl der Leser bei über 7 Mio. Es entstehen Spiegel-TV, Spiegel Special welche ein Fünftel des Spiegel-Umsatzes von 1996 (542 Mio. DM) generierten. DER SPIEGEL war im ersten Halbjahr 1996 die deutsche Zeitschrift mit den höchsten Einnahmen aus Vertrieb und Anzeigen. Erzielt wurden Bruttoeinnahmen von 330,74 Mio. DM, das ist knapp eine Mio. mehr, als der Stern (Platz 2) erzielen konnte und liegt ebenfalls noch vor Bild am Sonntag (Platz 3) und Focus. Im Januar 1997 feierte der Spiegel 50. Geburtstag. Bis dahin sind 2.649 Ausgaben erschienen. Es erfolgte auch eine Aktualisierung des Layouts, welches jetzt durchgehend farbig ist.

Am 7. November 2002 starb Herausgebers Rudolf Augstein. Am 6. August 2004 verkündet der Verlag gemeinsam mit der Axel Springer AG, zur alten deutschen Rechtschreibung zurückkehren zu wollen, wie sie zuletzt im Duden des Jahres 2000 niedergelegt wurde. Eine Umsetzung dieser Ankündigung scheint jedoch nicht geplant. Ab dem 24. Oktober 2002 gibt es den Spiegel auch als digitale Ausgabe (PDF). Am 2. Januar 2006 wurden die Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung umgesetzt.

Chefredakteure

* 1962 – 1968: Claus Jacobi
* 1969 – 1973: Günter Gaus
* 1973 - 1986: Erich Böhme und Johannes K. Engel
* 1986 - 1989: Erich Böhme und Werner Funk
* 1989 - 1994: Wolfgang Kaden und Hans Werner Kilz
* seit 16. Dezember 1994: Stefan Aust

Spiegel Online

Spiegel Online wurde 1994 gegründet. Die Unternehmung gehört zusammen mit Manager Magazin Online zur SPIEGELnet AG, einer hundertprozentigen Tochter des Verlages. Die Beiträge erstellt ein eigenes Redaktionsteam, manche werden von den Nachrichtenagenturen übernommen. Einige Artikel der Printausgabe sind auch online verfügbar. Seit 2000 fährt Spiegel Online einen strikten Sparkurs. Autoren werden nicht nach „Spiegel-Tarif“, sondern nach dem eigenen „Spiegel-Online-Tarif“ bezahlt. Seit 2002 sind Abrufe von Archiv-Beiträgen kostenpflichtig.

Online sind, mit Ausnahme des Titelthemas, Teile des späteren gedruckten Spiegel vorübergehend kostenlos verfügbar (nicht zu verwechseln mit dem kostenpflichtigen E-Paper). Diese Artikel erscheinen in der folgenden Woche auch im gedruckten Magazin.

Chefredakteur ist der Journalist Mathias Müller von Blumencron.

Der Spiegel in der Kritik

1956/57, rund zehn Jahre nach der Gründung des Spiegel, verfasste Hans Magnus Enzensberger eine kritische Analyse über Die Sprache des Spiegel, in der er eine Reihe von Thesen aufstellte: Die Sprache des Spiegel verdunkle, wovon sie spreche. Das deutsche Nachrichtenmagazin sei kein Nachrichtenmagazin, der Spiegel übe nicht Kritik, sondern deren Surrogat (der Leser des Spiegel) werde nicht orientiert, sondern desorientiert. Diese kritische Einstellung revidierte Enzensberger auch nach der Spiegel-Affäre nicht; er sah das Magazin weiterhin als latentes Gefahrenpotential für die deutsche Demokratie. Dennoch hatte er in den 50er-Jahren betont, der Spiegel sei unentbehrlich, solange es in der Bundesrepublik kein kritisches Organ gebe, das ihn ersetzen könne.

Ein sehr distanziertes Verhältnis zum Spiegel und seinem als Häme bezeichneten Schreibstil, hatte u.a. der Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, im Magazin zu publizieren. In den 60er-Jahren wurde das Magazin als „Bild-Zeitung für Intellektuelle“ bezeichnet – eine Schmähwendung, die heute auf vielerlei Printerzeugnisse angewandt wird und die so zum geflügelten Wort wurde.

Der Journalist und Schriftsteller Erich Kuby veröffentlichte 1987 anlässlich des 40-jährigen Bestehens eine kritische Analyse des Nachrichtenmagazins unter dem Titel „Der Spiegel im Spiegel“. Wolf Schneider nennt das Magazin "den obersten Verhunzer der deutschen Sprache". Als Negativbeispiele für schlechtes Deutsch spielen in seinen Stilfibeln Zitate aus dem Spiegel eine große Rolle. Die Spiegel-Online-Kolumne "Zwiebelfisch" des Autors Bastian Sick ist derzeit wohl das bekannteste Forum, in dem Zweifelsfälle der deutschen Sprache dargestellt werden.

In der Anfangszeit von AIDS geriet Der Spiegel in die Kritik, da er in Gastbeiträgen und Interviews, z.B. mit Peter Gauweiler, Raum für Forderungen wie die Tätowierung von HIV-infizierten Menschen und präventive Masseninternierung von Homosexuellen gab.

2005, im Zusammenhang mit der Bundestagswahl im September, wurde Der Spiegel zusammen mit dem Stern und der Bild-Zeitung kritisiert, die Abwahl der rot-grünen Bundesregierung herbeigeschrieben zu haben - der Spiegel hatte im Wahlkampf viele Titelgeschichten genutzt, um Rot-Grün zu kritisieren, und Angela Merkel meist überaus freundlich portraitiert. In diesem Zusammenhang wurde dem Magazin außerdem eine unkritische Haltung zum Neoliberalismus vorgeworfen - Gabor Steingart, Verfasser auch von Büchern, in denen für wirtschaftsliberale Reformen geworben wird, hatte die Chefredaktion durchgängig mit Wirtschaftsjournalisten besetzt, und auch vor den Bundestagswahlen freimütig dieses Agenda-Setting des Spiegels eingestanden.

Zu den Kritikern reiht sich selbst Franziska Augstein, Tochter des verstorbenen Spiegel-Herausgebers Rudolf Augstein ein. Sie kritisierte im Oktober 2005 öffentlich Chefredakteur Stefan Aust und wirft ihm vor, das Magazin sei zu einem "geschwätzigen Blatt" geworden und hat "seinen Platz als Leitmedium verloren". Daraufhin hatten mehrere Spiegel-Redakteure eine Solidaritätserklärung für Aust veröffentlicht, indem sie sageten "dass sie (Franziska Augstein) wenig versteht von dem, wie ein Nachrichtenmagazin im allgemeinen und der 'Spiegel' im besonderen zu berichten hat".

2006 wurde der Spiegel durch den Zeit-Autor Bernd Ulrich kritisiert, welcher bemängelte, dass dem Spiegel Rudolf Augstein fehlte. Augstein hätte selbst noch begründet, warum der Spiegel seine Meinung über ein Thema geändert hätte. Es würde im Magazin auch nicht mehr über Themen reflektiert sondern nur noch Fakten und Zitate gebracht. Ursache hierfür sei der starke Kostendruck, da das Magazin Leser verloren hat.

Zitate

* „Erst kriegten sie ein Blatt für Lieschen Müller und waren unzufrieden. Jetzt haben sie ein Blatt für Dr. Lieschen Müller und sind unzufrieden.“ Konrad Adenauer
* „Ein Scheißblatt.“ Willy Brandt 1974
* „Vom ‚Sturmgeschütz der Demokratie' zur ‚Spritzpistole der Angela Merkel.'“ Tom Schimmeck, Mitbegründer der taz in seinem Kommentar Arschlochalarm!

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